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Letzte Aktualisierung 28.11.2018

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Willi Kern

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Flutopferhilfe West Bengalen

Mitte Juli 2007 wurde der Nordosten Indiens von schweren Unwettern in Verbindung mit heftigen anhaltenden Regenfällen heimgesucht. Mitte August folgten weitere schwere Unwetterfronten mit erneuten Überschwemmungen.

Sieben Millionen Menschen im ganzen Land waren betroffen. Hunderttausende blieben für Tage von der Aussenwelt abgeschnitten, nachdem zahlreiche Flüsse über die Ufer traten.

Die Lebensmittelvorräte gingen zur Neige, und es gab kaum noch sauberes Wasser.

Laut Angaben der indischen Behörden waren im nordostindischen Bundesstaat West Bengalen insgesamt 5,3 Millionen Menschen betroffen. 147.000 Menschen wurden in Notaufnahmelager evakuiert.

Häuser wurden zerstört oder stark beschädigt. Die gesamte landwirtschaftliche Existenzgrundlage wurde zerstört. Kleinvieh ertrank in den Fluten, angepflanzter Reis wurde weggeschwemmt, Fischteiche und -besatz beschädigt, Baumbepflanzungen verwüstet.

Die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie arbeitet in diesem Projekt mit der lokalen Organisation ”Kajla Janakalyan Samity” (KJKS) zusammen.

”Bensheim hilft” konzentrierten sich darauf, die wirtschaftlichen Grundlagen der betroffenen Bevölkerung wieder herzustellen. Neben Zuschüssen für Hausneubauten (für 50 Familien) und Reparaturen an beschädigten Häusern (75) wurde ein Grossteil der Hilfen als Kredit vergeben. Durch die Überschwemmungen verdorbenes Saatgut wurde ersetzt, Fischteiche wurden wieder instand gesetzt, neue Pflanzungen angelegt. Zur Beschaffung von Kleinvieh wurden Kleinkredite (fr 100 Familien) vergeben. Durch den Bau von erhöhten Saatgutspeichern können Saatgut und Lebensmittel zukünftig flutsicher gelagert werden. Die Bereitstellung von 189 einfachen Wasserfiltern verhinderte den Ausbruch von Infektionskrankheiten. Begleitende Schulungskurse in den Bereichen Landwirtschaft, Fischerei, Trinkwasseraufbereitung und Katastrophenschutz trugen dazu bei, den Wiederaufbau nachhaltig zu gestalten.

”Bensheim hilft” hat das Projekt mit 30.850,- € unterstützt.

Das Projekt ist konsequent dem Ansatz der Hilfe zur Selbsthilfe gefolgt. Die Empfänger mussten sich verpflichten, die erhaltenen Leistungen in Raten zurück zu zahlen. Bis Ende 2009 waren 83 % der vergebenen Kredite zurück gezahlt.

Damit wurden in den Dörfern selbstverwaltete Kreditfonds aufgebaut, die der Bevölkerung langfristig zur Verfügung stehen. So geleistete Nothilfe bildet den Grundstock fr die langfristige Entwicklung in der Region.

Flutopferhilfe ”Aila”

Am 25. Mai 2009 erreichte der Zyklon ”Aila” mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern den Nordosten Indiens.

”Aila” hat in Indien die sogenannten Sunderbhans, die Deltaregion des Ganges südlich von Kalkutta, besonders stark betroffen. Über 500.000 Menschen wurden dort obdachlos. Darüber hinaus wurden die Deichanlagen, die die tief liegende Deltaregion vor Überschwemmungen schützen, zerstört. Nothilfemaßnahmen und Trinkwasser waren dringend erforderlich.

Die Karl Kübel Stiftung organisierte die Hilfe vor Ort über die gemeinnützige Organisation ”Development Research Communication and Service Centre” (DRCSC).

Mit 3.000,- € von Bensheim hilft” wurden Trockenmilchrationen für Babys, Gerstenrationen und Minerallsungen für die Bevölkerung im Ort Samsernagar bereit gestellt. Mit einer weiteren Finanzierung von 3.400,- € werden zwei Brunnen gebaut, die langfristig die Trinkwasserversorgung sicher stellen.

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